Hier finden Sie in einer Rückschau - überwiegend zusammengestellt aus Beiträgen der Lokalpresse (AN/AZ) - den Hinweis auf das eine oder andere Ereignis aus 35 Jahren Roda-Schule - Geschichten aus der Schule - Geschichte einer Schule.
Als 1973 der Caritas Verband die 1969 in Herzogenrath eingerichtete Tagesbildungs- stätte aufteilt, geht der Kindergartenteil nach Würselen- Euchen und wird dort der "Don- Bosco" Kindergarten. Der Kreis Aachen kauft 1974 das Gebäude der heutigen Roda-Schule von der Stadt Herzogenrath, renoviert den Altbau und ergänzt den Schulkomplex um die Klassenpavillons und das Werkstattgebäude.
Das Gebäude war 1896 die ehemalige Höhere (Knaben-)Schule der Stadt Herzogenrath. 1937 Jahren war hier das Herzogenrather Gymnasium, zwischenzeitlich war auch die Firma Schmetz, Nadelfabrik, im Gebäude untergebracht, bevor es dann Ende der 60er/Anfang 70er Jahre vom Caritasverband als Tageseinrichtung für geistig behinderte Kinder und Jugendliche übernommen wurde. In den 1980er Jahren werden auf dem Schulhof 2 Pavillons mit je 4 Klassenräumen aufgestellt, 2001 erfolgt ein Erweiterungsbau und im Jahre 2012 konnte ein kompletter Erweiterungsbau mit insgesamt 10 Klassenräumen zzgl. Differenzierungsräumen, Pflegebereichen, Zentralküche und Werkräumen bezogen werden. Die Pavillons wurden abgerissen und der Schulhof komplett behindertengerecht neugestaltet.
1977 - Die ständig steigenden Schülerzahlen und die Raumnot im Hauptgebäude macht eine Erweiterung der Schule unbedingt notwendig. Mit dem Bezug des Fertigbauteils (Pavillons) finden 4 Klassen einen guten Arbeits- und Gruppenraum.
1978 - Zu Beginn einer langen Geschichte grundlegender Ausbau und Verschönerung unserer Schule:
1980 - Projekt - "Werkstufen einrichten" -
"Wir bauen unter Verwendung von Klassenzimmern eine Wohnung, richten sie
ein und leben mit unserer Klasse während der
Schulstunden darin." Das Projekt findet Beachtung beim Fernsehen und
wird vom WDR aufgenommen
und im Rahmen der mehrteiligen Sendung "Entlassen aus der ..." in der
ARD und im WDR ausgestrahlt.
Der Hörfunk III stellt dieses Projekt im Rahmen der Sendung
"Begegnungen der Sonderschüler mit Menschen" ebenfalls vor.
Bei der Durchführung des Projekts werden die gesteckten Ziele
weitgehend erreicht. Das familienähnliche Zusammenleben in der
Schulwohnung, mit Selbstversorgung im Küchen- Haushaltsbereich, bringt
den Schülern viele zusätzliche Erkenntnisse zur sinnvollen und
menschenwürdigen Gestaltung des eigenen Lebens.
1982 - "Wir backen unser eigenes Brot!" - Durch eine 6000,- DM Spende des Vereins zur Förderung behinderter Kinder und Erwachsener in Herzogenrath kann ein Backofen gebaut werden, der ab sofort den gesamten Brotbedarf der Roda-Schule abdeckt.
1983 - "Mit dem Roda- Express nach Heimbach " - Eine festtägliche Stimmung entfaltet sich im Herzogenrather Bahnhof, als der "Roda- Express" zu einer Schülersonderfahrt ins Eifelstädtchen Heimbach eingesetzt wird. Dann waren die Stunden freigegeben, den Ort zu erkunden, zu Wandern, Minigolf zu spielen ... Stete Erinnerung für die Heimbacher wird das Zughinweisschild "Roda- Express Herzogenrath- Heimbach" sein, das Bundesbahnpräsident Beck der Roda-Schule schenkt.
1984 - "Wir bekommen ein Luftkissen." - Ein Luftkissen vom Erlös des Oktoberfestes: Ein großer Erfolg ist das Oktoberfest nach bayrischer Art, das die beheimateten Vereine zugunsten der Roda-Schule veranstaltet. Von dem Gesamterlös (2406,11 DM) kann mit zusätzlicher Unterstützung des Fördervereins (plus 10.000,- DM) ein "Airtramp" angeschafft werden.
1985 - "Wir bauen einen Wasserfall." - Im Rahmen der Projektarbeit legen ältere Schüler zusammen mit Mitgliedern des Fördervereins in mühevoller Arbeit einen Wasserspielplatz an. Allein 60 Kubikmeter Beton müssen vergossen und etwa 400 Holzpalisaden umgesetzt werden. Durch eine großzügige Geldspende der Familie Gisela Herrmanns kann dieses Projekt umgesetzt werden.
1986 - "Wir gründen unsere Schulzeitung 'Der Rodafant'." - Er sitzt auf seinem breiten Hinterteil, den Rüssel fröhlich emporgereckt, das Maul zu einem breiten Grinsen verzogen und ist alles andere als ein gewöhnlicher Elefant: Er ist Namensgeber und Wappentier der neuen Schulzeitung der Roda-Schule. Und weil diese Schule in Herzogenrath steht, handelt es sich bei dem Rüsseltier nicht um einen "Ele-", sondern um einen "Rodafant".
1987 - "Schüler unserer Schule gestalten die Wände einer
Tiefgarage."
-
Die Zeit der düsteren Tiefgaragen ist ein Ende angesagt. Seit Montag
malen. streichen und zeichnen acht Schüler der Roda-Schule für ein
farbenfrohes Parken im Untergeschoss der Parkpalette neben dem Rathaus.
Den Gedanken der Aktion haben die Schüler wörtlich genommen; trübe
Finsternis raus, Farbe verbirgt zukünftig den grauen Beton, im gemalten
Urwald wird sich Mogli aus dem "Dschungelbuch" von Wand zu Wand
schwingen, und für einen willkommenen Nebeneffekt sorgen. Die Aktion
geht auf einen Beschluss des Würselener Rathausausschusses zurück.
"Wir richten einen Hühnerstall ein." - Jetzt gackern
sie munter drauf los, die
Hühner, die der Roda-Schule durch Mitglieder des "Geflügelzuchtvereins
Merkstein 1924" und des "Geflügelzuchtvereins Eilendorf" für ein
Projekt geschenkt wurden. Über mehrere Monate werken, klopfen und
hämmern Schüler, Lehrer und der Hausmeister der Roda-Schule, um den
Hühnerstall zeitig zum "Tag der offenen Tür" präsentieren zu können.
1988 - "Unsere große Zirkus- Show!" - Am Roda- Institut wird's Programm "gezaubert": Nur wenige Tage vor dem großen Auftritt zum "Tag der offenen Tür" laufen die Vorbereitungen auf Hochtouren. Unter dem Motto "Wir zaubern" haben Pädagogen, Schülerinnen und Schüler bühnenreife Nummern für eine Zirkus- Show einstudiert... Der "Tag der offenen Tür" wäre nicht komplett, wenn nicht eine neue Errungenschaft präsentiert wird: Mit Hilfe des Schulträgers und des Fördervereins kann die Schule eine Druckerei einrichten. Nun wird die Schulzeitung selbst gedruckt und die Schüler können den "Rodafant" vom ersten Buchstaben bis zur Auslieferung selbst gestalten!
1989 - Sonderpreis für unsere Schulzeitung "Der Rodafant" - Die Roda-Schule gewinnt beim Wettbewerb für Schülerzeitungen einen Sonderpreis von 300,- DM.
1990 - Gründung des "Sonderpädagogischen
Förderbereichs"
- Schwerpunkt
des "Tages der offenen Tür" bilden in diesem Jahr die
sonderpädagogischen Maßnahmen zur Förderung der Schwerstbehinderten.
Dieser Bereich wurde im Erdgeschoss der Schule erheblich erweitert und
völlig neu gestaltet. Der Umbau war nur mit großer finanzieller
Unterstützung des Vereins zur Förderung behinderter Kinder und
Erwachsener in Herzogenrath
möglich. Allein 40.000,- DM stammen aus Spendengeldern. Kernstück des
neuen Therapiebereichs ist der Erlebnisraum. In heimeliger
Atmosphäresollen sich die Kinder hier so wohl fühlen, dass sie über die
sinnliche Wahrnehmung langsam zu Bewegung oder Artikulation animiert
werden...
"Partnerschaft zwischen der Woiwodschaft Jelenia Gora (Polen)
und dem Kreis Aachen " - Die
Roda-Schule schließt Partnerschaft zur Sonderschule "Specjalny Osrodek
Szkolno- Wychowawczy" in Jelenia Gora (Polen).
1991 - Freundschaftsvertrag mit der Fachschule des Heeres - In der Lützow- Kaserne, der Fachschule des Heeres für Technik in Aachen, wird ein "Partnerschaftsvertrag" mit der Roda-Schule unterzeichnet. Seit 1987 hat die Ausbildungswerkstatt Heer der KFZ- Branche gute Kontakte zur Roda-Schule, denn Schüler der Roda-Schule leisten in der KFZ- Ausbildungswerkstatt ihre sechswöchige Berufpraxis ab.
1992 - Partnerschaft mit einer Förderschule in Belzig - Kollegen aus der ostdeutschen Kreisstadt hospitieren an der Roda-Schule, um sich weiter zu bilden. Die 21 Kollegen müssen beim Punkt Null anfangen: "Schwerstbehinderte galten in der früheren DDR als krank und wurden folglich in Krankenhäuser und Altenheime gesteckt. Schule gab es nicht" , schildert die Schulleiterin ...
1993 - "Wir gestalten unseren Schulhof." - Die Roda-Schule weiht den neu gestalteten Schulhof ein.
1994 - "Wir gestalten einen Erlebnisgarten." - "An der Entwicklung sind alle Schülerinnen und Schüler entsprechend ihren Fähigkeiten beteiligt; das, was sie selber machen können, sollen sie auch selber machen." Dass mit dem Bau eigentlich erst nach den Osterferien begonnen wurde, ist kaum zu glauben, so viel Neues wurde in dieser relativ kurzen Zeit geschaffen: Ein Holzlaubengang, Biotope mit Brücke und Wasserfall, Kräuter- und Nutzgarten.
1995 - "Wir bauen ein Blockhaus." - Viel Platz bietet der neue "Klassenraum" der Roda-Schule. Schüler und Lehrer bauen es selbst neben dem Erlebnisgarten. 7000,- DM haben 300 Spender des Vereins zur Förderung behinderter Kinder und Erwachsener in Herzogenrath gegeben, um das Blockhaus zu finanzieren.
1996 - "Wir besuchen unsere Partnerklasse in Belzig." - Zu einem Besuch der ganz besonderen Art machen sich einige Schüler der Werkstufe auf den Weg nach Belzig. An die Roda-Schule wurde aufgrund bestehender Erfahrungen der Wunsch herangetragen, bei der Planung und Einrichtung einer Druckerei für die Werkstufen mit zu wirken. Da dies natürlich nicht in drei Tagen zu bewerkstelligen ist, wird eine Werkwoche beider Werkstufen durchgeführt. Gestaltet wird das Projekt nach dem Thema "Gemeinsam Handeln, Voneinander Lernen - Zusammenwachsen."
1997 - "Jeder Mensch ist ein Künstler." - Kunstausstellung von Schülerinnen und Schülern in der Roda-Schule zum "Tag der offenen Tür": Man wandelt wie in einem Museum. Rechts und Links begegnen einem Bilder, Tonarbeiten, Stoffmalereien und Plastiken.
1998 - " 'Talker' ersetzt die fehlende Sprache." - Verein zur Förderung behinderter Kinder und Erwachsener in Herzogenrath hilft bei der Erstanschaffung so genannter "Sprachausgabegeräte" mit rund 10.000.- DM.
1999 - "Wir planen einen Erweiterungsbau." - Die Roda-Schule wird erweitert. Spatenstich erfolgt im Februar 2000. Die vorgeschlagene Maßnahme ist ein zweigeschossiger, voll unterkellerter Neubau als abgesetzter Anbau an die bestehende Schule. Die im Untergeschoss vorgesehenen Therapie- und Arbeitsräume wie auch Sanitärbereiche werden über eine behindertengerechte Anbindung an die vorhandene Turnhalle und Nebenräume sowie mittels Fahrstuhl erschlossen. Das Erdgeschoss ist für die Aufnahme von Lehrer- und Verwaltungsräumen vorgesehen und kann sowohl über Straßen- und Schulhofeingang wie auch über Aufzug bzw. Treppe behindertengerecht erreicht werden. Das Obergeschoss ist für die Aufnahme der Klassen- und notwendigen Nebenräume mit Anbindung an die vorhandenen Räumlichkeiten im Obergeschoss des Bestandes vorgesehen. Die Gesamtkosten belaufen sich auf rund 3 Millionen Mark.
2000 - "Handwerker in der Roda-Schule." - Seit dem Frühjahr ist die Roda-Schule eine Baustelle - ein Erweiterungsbau wird erstellt. Wenn die Bauleute Wort halten, können die neuen Räumlichkeiten im Sommer 2001 bezogen werden.
2001 - "Unser langjähriger Schulleiter, Adolf Lengersdorf wird in seinen wohlverdienten Ruhestand verabschiedet." - An dieser Stelle möchten wir - die Roda-Schule - uns nochmals ganz herzlich bei ihm bedanken. Danken für sein Engagement und sein pädagogisches Geschick in den vielen Jahren seiner Tätigkeit als Leiter der Roda-Schule. Vieles wurde von ihm initiiert, vieles konnte er im Interesse um das Wohlergehen unserer Schülerinnen und Schüler erreichen und in die Wege leiten. Roda-Schule war ihm immer ein Herzensanliegen. Hierfür und für vieles mehr unseren herzlichsten Dank!
2002 - "Wir kriegen einen neuen Boss." - Dies ist laut aus Schüler-Mund zu hören. Thomas Kürten heißt er und ist neuer Leiter der Roda-Schule. Auch das Kollegium hatte das erkannt und ihm im Vorfeld bereits ein T-Shirt mit dem Aufdruck "Ich bin der Boss" geschenkt. Das Konzept der Schule möchte er fortführen. Zum offiziellen Amtsantritt wird ein überdimensionaler Vertrag mit Namen und Daumenabdruck besiegelt. Darin ist zu lesen: "Wir alle wollen uns anstrengen, damit die Roda-Schule weiterhin ein Ort ist, an dem sich alle wohl fühlen, Spaß und Freude haben sowie 'Leben' und 'Lernen' können."
2003 - "Hurra! Wir haben eine Homepage!" - Endlich hat auch
die Roda-Schule eine eigene Homepage.
"Der Berg ruft an der Roda-Schule." - Man sieht an den
vielen kleinen Fußspuren, dass sie bereits fleißig
benutzt wird: Auf dem Gelände der Roda-Schule steht eine neue große
Kletterwand. Mit finanzieller Unterstützung des Vereins zur Förderung
behinderter Kinder und Erwachsener in Herzogenrath wurde das Spielgerät
gekauft. Rund 7000 Euro hat der Förderverein für die 22 Quadratmeter
große Kletterfläche und noch einen kleinen Kletterbock für die jüngeren
SchülerInnen zusammengetragen!
Wir haben Adolf Lengersdorf verloren! Leider wurde
dieses Jahr überschattet vom viel zu frühen Tod unseres ehemaligen
Schulleiters Adolf Lengersdorf. Nur 15 Monate nach seiner Pensionierung
verstarb er für uns alle unerwartet und viel zu früh. Er war ein
Mensch, der mit ganzem Herzen seiner Roda-Schule immer noch verbunden
war. Er hat viel bewegt und viele bewegt. Die Schule, wir alle, haben
ihm viel zu verdanken.
2004 - "Fließendes Wasser..." - In den letzten Tagen
gab es einiges zu sehen auf dem Schulhof der Roda-Schule. Ein neuer
Spielbrunnen aus Edelstahl wurde errichtet, gestaltet von dem
Würselener Metallbildhauer Albert Sous. Zum Tode unseres ehemaligen
Schulleiters Adolf Lengersdorf im Herbst letzten Jahres bat die Familie
Lengersdorf um eine Spende zu Gunsten der Roda-Schule. Es kam eine
beachtliche Summe zusammen. Aufgrund der zusätzlichen Spenden der Firma
ComConsult,
Planung und Beratung und unseres Fördervereins konnte ein lang gehegter
Wunsch nach einer Wasserspielmöglichkeit auf dem Schulhof umgesetzt
werden.
"Viel gelernt in der Manege der Roda-Schule" - Mutig
lässt sich der zwölfjährige Marko von der Bank in die Arme seiner
Klassenkameraden und Lehrer fallen, daneben präsentiert ein Fakir einen
Handstand auf dem Nagelbrett - die Generalprobe zu "Circus in der
Roda-Schule" klappt prima. Theaterspiel und Zirkusarbeit hat
mittlerweile schon Tradition in der Schule für geistig Behinderte.
Durch entsprechende Projekte wird nicht nur die Motorik trainiert, die
Kinder überwinden ihre Ängste und lernen ihre eigenen Grenzen und
Fähigkeiten kennen, in der Gruppe auf andere einzugehen und zu helfen.
Ein dickes Dankeschön ging daher stellvertretend an den
Fördervereinsvorsitzenden Werner Balz und Geschäftsführerin Lotte Balz.
Für den Bereich der Theaterarbeit konnten durch das Engagement des
Fördervereins Bühnenelemente und technische Ausstattung für rund 20.000
Euro angeschafft werden. Am Tag der offenen Tür am 5. Dezember können
die Besucher die Schule kennen lernen. Neben der Zirkusschau gibt es
einen "Jahrmarkt der Aktivitäten" mit Sinnes- oder Klangwelten, einer
Verkleidungskiste und vielem mehr sowie kulinarische Angebote aus der
Küche und der schuleigenen Backstube.
2005 - "Mutter der Kompanie - Elfriede Peters verlässt die
Roda-Schule."
- Nach insgesamt 20
Jahren in Dienst der Kreisverwaltung wird Elfriede Peters in den
wohlverdienten Ruhestand verabschiedet. 1988 trat sie die Stelle der
Köchin der Roda-Schule an. Seitdem war sie für die Versorgung der
Schüler mit dem Mittagessen verantwortlich. Sie galt in der Roda-Schule
als so etwas wie die "Mutter der Kompanie" und zeichnete sich immer
durch ihre große Einatzbereitschaft aus. Sie hat ihre Aufgabe immer mit
Intensität, Verbundenheit und Hingabe erfüllt. Durch ihre freundliche
und aufgeschlossene Art war sie bei allen Schülern immer ganz besonders
beliebt. Im neuen Lebensabschnitt will sie sich verstärkt ihren Hobbys
und Enkelkindern widmen.
Danke, Hans-Gerd! - Am 31.1.2006 endet die Dienstzeit
für unseren stellvertretenden Schulleiter, Hans-Gerd
Hermandung. Seit 1980 ist er in dieser Funktion an der Roda-Schule
tätig. In all dieser Zeit agierte er in seiner ruhigen und
bescheidenen Art zumeist im Hintergrund. Er war immer ein zuverlässiger
Partner und engagierter Lehrer und Kollege, dem die
Roda-Schule zum Herzensanliegen und Lebensinhalt geworden ist.
2006 - Lotte und Werner Balz plötzlich verstorben. -
Voller Trauer und Bestürzung haben wir vom Tode unseres Freundes Werner
Balz, 1.Vorsitzender des Vereins zur Förderung behinderter Kinder und
Jugendlicher e.V. in Herzogenrath erfahren. Er verstarb plötzlich und
unerwartet. Werner Balz hat im Jahre 1973 unseren Förderverein
mitgegründet und seit diesem Tage mit Engagement und Herz in
ehrenamtlicher Tätigkeit die Roda-Schule unterstützt. Sein Tod ist für
uns ein schwerer Verlust. Nur kurz nach dem Tode ihres Mannes ist auch
Lotte Balz nach schwerer Krankheit verstorben. Sie war
Gründungsmitglied des Fördervereins und hat in all den Jahrzehnten als
Geschäftsführerin aktiv und engagiert für unsere Schule gewirkt.
"Diese
rasenden Reporter lassen nichts anbrennen."
- Mit Camcorder, Fotoapparat und Diktiergerät sind sie immer an Ort und
Stelle, recherchieren und interviewen. Die rasenden Reporter der
Roda-Schule für Geistigbehinderte des Kreises Aachen an der
Geilenkirchener Straße lassen keine Nachricht anbrennen. Was ist los
beim WM-Kochen? Verläuft das Training der Cheerleader gut? Mit
insgesamt 16 Projekten, ganz im Zeichen der Fußballweltmeisterschaften
für Menschen mit Behinderung, beschäftigten sich die Schüler eine Woche
lang. Die zehn Reporter halten in ihrer Gruppe fest, was die anderen
alles machen und werden ihre Ergebnisse auf dem Sommerfest der
Roda-Schule präsentieren.
2007 - "Kinder sind als Künstler an der Roda-Schule aktiv." - Die Idee für das diesjährige Motto zum Tag der offenen Tür lieferte die Kunstaktion an unserer Schule mit dem Künstler Karl-Heinz Schumacher (Aldenhoven) und Schülerinnen und Schülern der Roda-Schule. Unter dem Titel "Der Weg ist das Ziel" haben die Jungen und Mädchen, der Künstler Karl-Heinz Schuhmacher und die Lehrer Elke Schmelter und Constantin Mertens eine variable Bilderwelt mit konstruktivistischer Kunst geschaffen.
2008 - "Förderschulen fordern neue Lehrpläne." -
Trotz des demografischen Wandels verzeichnen die Förderschulen für
geistige Entwicklung auf NRW-Ebene steigende Schülerzahlen. Eine
Entwicklung, die auch die Regenbogenschule in Stolberg und die
Roda-Schule in Herzogenrath spüren.
"Schüler gestalten mit viel Ideenreichtum Stühle." -
Markos Stuhl wird ein Schwimmbad. «Mit Becken, wo richtig Wasser rein
kann, einer Liegewiese, Sprungbrettern und einer Rutsche», erklärt der
16-jährige Schüler der Roda-Schule. Ein Stuhl? Ein Schwimmbad? Bei der
Kunstaktion «Stuhl frei. Nehmen Sie Platz» ist alles möglich. Menschen
mit Behinderungen aus dem ganzen Bistum sind seit August aufgerufen,
ihren ganz persönlichen Stuhl zu gestalten - als Symbol für ihren Platz
im Leben und in unserer Gesellschaft. Jeder Stuhl soll aber auch ein
greifbares Beispiel dafür sein, dass in Menschen mit Behinderungen jede
Menge Kreativität, individuelle Begabung und - das machen die Stühle
der Roda-Schüler ganz deutlich - Spaß am Leben stecken.
2009 - "In 30 Jahren mehr als eine Million gesammelt" - Der
Vorsitzende des Fördervereins Hans-Gerd Hermandung hob hervor,
dass der über 700 Mitglieder zählende Verein in den vergangenen 30
Jahren für die Förderung behinderter Kinder und Erwachsener weit mehr
als
eine Million Euro gesammelt hat. Dieses Geld komme dort an, wo es am
ehesten gebraucht werde...
Vorhang auf und Bühne frei! - Dies war das Motto
unseres diesjährigen "Tag der offenen Tür" an dem wir wieder viele
Besucher in unserer Schule begrüßen durften. Ein voller Erfolg.
Aber
es bedeutet auch, dass wir nun endlich eine richtige Bühne für
unsere Theaterarbeit und Schulaufführungen haben. Dank dem Förderverein
und der Firma
ComConsult aus
Aachen-Oberforstbach
konnten wir diese tolle Bühne mit richtigem
Bühnenvorhang und Beleuchtung am 2.Adventssonntag in Gebrauch nehmen.
Viele Besucher äußerten sich spontan und sehrpositiv zu dieser Spende:
"Endlich der richtige Rahmen für die tollen Ergebnisse Eurer Arbeit!"
Kreis Aachen wird StädteRegion - Seit Oktober 2009 gibt es die StädteRegion Aachen. Neben der Regenbogenschule in Stolberg und der Kleebach-Schule in Aachen gehört nun auch die Roda-Schule in Herzogenrath zu den Förderschulen Geistige Entwicklung in der neu gegründeten StädteRegion Aachen.
2010 - Erweiterungsbau - 5,5 Millionen Euro investiert die Städteregion Aachen in den rund 2000 Quadratmeter großen Erweiterungsbau der Roda-Schule - eine Reaktion auf die stetig steigenden Schülerzahlen der seit 1974 bestehenden Förderschule für Geistige Entwicklung.
2011 - Mit dem Schuljahr 2011/12 konnte der festiggestellte Erweiterungsbau mit insgesamt 10 Klassenräumen zzgl. Differenzierungsräumen, Pflegebereichen, Zentralküche und Werkräumen bezogen werden. Die zwei alten Pavillons wurden inzwischen abgerissen und im laufenden Schuljahr wird noch der Schulhof komplett behindertengerecht neugestaltet.