Aktuelles

02.02.2012 19:41

Roda-Schule - Alaaf!!

Sessionseröffnung 2012: Unser Prinzenpaar heißt in dieser Session Christian, der II. und Laura, die I. ...

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15.12.2011 18:00

Ein Stein sagt Gott, es tut mir leid

In der Merksteiner Pfarre St. Willibrord geht erstmals eine Schülergruppe der Roda-Schule mit zur Kommunion...

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Förderung und individuelle Therapie (F+iT)

Im Folgenden stellen die verschiedenen Bereiche der Förderung und individuellen Therapie - kurz "F+iT mit Lisbeth" - ihre Arbeit vor. Ein kurzer Text ermöglicht dem Leser einen kleinen Einblick in unsere Unterrichtsarbeit.

 

Das gesamte - neu überarbeitete (2010) - Förderkonzept des F+iT Bereichs können Sie hier nachlesen.

 

Lisbeth steht für Lernen, Individualität, Sprache, Bewegung, Einzelförderung und Therapie

 

F+iT mit Lisbeth

 

1. Der physiotherapeutische Bereich

Zur Physiotherapie kommen Kinder, Jugendliche und junge Erwachsene

 

- mit angeborenen oder erworbenen Störungen des zentralen Nervensystems, sensomotorischen Auffälligkeiten und kognitiven Beeinträchtigungen
- mit orthopädischen Problemen, wie z.B. Hüftfehlstellungen, Skoliose

 

Hier findet Einzeltherapie statt, die der Kinderarzt, Hausarzt oder Orthopäde verordnet. Die Therapieziele richten sich nach einem individuellen Befund und Förderplan. Für einige Schüler mit Übergewicht, Haltungs- oder Koordinationsschwäche gibt es ein zusätzliches Bewegungsangebot in Kleingruppen.


Interdisziplinäres Ziel:


Erweiterung der Handlungskompetenz und Erreichen größtmöglicher Selbständigkeit gemäß dem Leitgedanken "Soviel Hilfe wie nötig, so wenig wie möglich." Die Eigeninitiative des Schülers wird aufgegriffen und er wird in seinen Fähigkeiten so unterstützt, dass er am Alltagsgeschehen möglichst aktiv teilnehmen kann.


Schwerpunkte / Förderprinzipien der Physiotherapie für Schüler mit stärkeren Funktionseinschränkungen:

 

- Förderung der Eigenaktivität, besonders im Hinblick auf lebenspraktische Fähigkeiten. Dies betrifft Bereiche wie Fortbewegung, An- und Auskleiden, Spielen, Ausruhen etc.
- Vorbeugung und Vermeidung von Folgeerkrankungen, wie Gelenk- und Wirbelsäulenfehlstellungen bzw. Muskelverkürzungen
- Aufrechterhalten von Vitalfunktionen wie Atmung, Kreislauf, Verdauung
- Tipps zum „Handling“ für Betreuungspersonen und Familienmitglieder.
- Wie halte ich den Schüler am Besten fest? Wie kann der Schüler besser sitzen, stehen, gehen? Wie kann der Schüler am meisten aktiv mithelfen?
- Anpassung des Umfeldes, z. B. Lagerungs-, Sitz-, Steh-, Gehhilfen erproben und einsetzen

 

Um eine optimale Versorgung zu gewährleisten ist ein Austausch und Kontakt zu Ärzten, Orthopädie- und Schuhtechnikern erforderlich. Ideal ist, wenn die Bewegungsstrategien in den täglichen Lebensraum umgesetzt werden. Dazu ist die Zusammenarbeit zwischen Eltern, Lehrern und Therapeuten wünschenswert.

Schwerpunkte/ Förderprinzipien der Physiotherapie für Schüler bei Koordination- und Gleichgewichtstörungen:

 

- Erweiterung des Bewegungsrepertoires
- Verbesserung der Handlungs- und Bewegungsplanung
- Förderung der Sicherheit, z. B. beim Überwinden von Hindernissen
 

2. Die Logopädie


Die Sprache hat eine große Bedeutung für die kognitive, emotionale und soziale Entwicklung der Persönlichkeit des Menschen. Eine gute Sprachentwicklung setzt voraus, dass das Kind eine Reihe von Entwicklungsprozessen ohne Störungen durchlaufen hat. Es muss grundlegende Fähigkeiten in den Bereichen des Sehens, Hörens, Tastens, der Grob- und Feinmotorik erworben haben. Viele Schüler sind in diesen sprachtragenden Basisfunktionen eingeschränkt.
Daraus ergeben sich:

 

- Fehlfunktionen der Mund- und Gesichtsmuskulatur, welche am Kauen, Schlucken und Sprechen beteiligt ist, d.h. die Koordination und Kraft der Muskeln sowie die Sensibilität sind beeinträchtigt
- Störungen des Sprachverständnisses
- Probleme in der Aussprache
- ein nicht altersentsprechender Wortschatz, Auffälligkeiten in der Satzbildung

 

Ganzheitliche logopädische Behandlung beinhaltet häufig Elemente zur Förderung

 

- der Grob- und Feinmotorik
- der Oberflächen- und Tiefenwahrnehmung
- der Hörfähigkeit
- der mundmotorischen Fähigkeiten
- der Artikulation
- des Wortschatzes
- des Satzbaus
- der Persönlichkeitsbildung

 

Schüler mit erheblichen Störungen der Mundmotorik, die auch Schwierigkeiten bei der Nahrungsaufnahme haben, werden auf neurophysiologischer Basis nach den Konzepten von Castillo Morales und Kay Coombes (Bobath) behandelt.

Der Abschnitt Logopädie orientiert sich bis hierhin an den Ausführungen der Sprachheiltherapeutin Karen Goyer aus der Konzeptschrift "Leben lernen….erleben lernen im Sonderpädagogischen Förderbereich".

 

3. Der Bereich der Unterstützten Kommunikation (UK)


In der Förderschule mit dem Schwerpunkt geistige Entwicklung haben wir es häufig mit jungen Menschen zu tun, die nicht oder kaum über Lautsprache verfügen.
Im Unterricht wie auch im Rahmen logopädischer Behandlungen nimmt der Bereich der Unterstützten Kommunikation inzwischen einen hohen Stellenwert ein.
Hier wird in enger interdisziplinärer Zusammenarbeit mittels pädagogischer und therapeutischer Maßnahmen eine größtmögliche Erweiterung der kommunikativen Möglichkeiten des Schülers angestrebt. Die Bedeutsamkeit des intensiven Austauschs zwischen Pädagogen, Therapeuten und Eltern sowie, v.a. im Hinblick auf die Anschaffung diverser Hilfsmittel, der Kontakt zu Ärzten, Krankenkassen und Rehafirmen soll an dieser Stelle besonders hervorgehoben werden.

Unterstütze Kommunikation umfasst nach Dierker und Liesen die Förderung bzw. den Einsatz von:

 

- Körpereigenen Kommunikationsformen
- Atmung/Körperspannung, Lidschlag/Blickbewegungen, Gestik/Mimik, Gebärden, verabredete Zeichen, Lautsprache
- Nichttechnischen Kommunikationshilfen
- Realgegenstände, Referenzobjekte, Fotos, Symbole, Schriftzeichen
- Elektronischen Kommunikationshilfen
- Hilfsmittel zur Ansteuerung von elektrischen Geräten oder batteriebetriebenem Spielzeug; diverse einfache (z.B. BigMack, Step-by-Step, Go-Talk) und komplexe Sprachausgabegeräte (z.B. Aladin, Min-Talker, XL-Talker)