In unserer Schule gibt es etwas, was es an anderen
Schulen nicht
unbedingt gibt: Eine eigene "Schulbäckerei".
Diese wurde 1982 vom damaligen Schulleiter Herrn Lengersdorf und dem
Lehrer und Bäckermeister Herrn Backes eingerichtet. Sie soll vor allem
die Schüler der Berufspraxisstufen auf die Arbeit in der Werkstatt für Behinderte
vorbereiten.
Jeweils sechs Schüler aus Ober- und Berufspraxisstufen backen an 4 Tagen in der Woche Körner-, Streusel- und Rosinenbrötchen sowie Graubrote. Es wird soviel gebacken, dass für alle Schülernnen und Schüler der Roda-Schule jeden Tag Brot oder Brötchen zum Frühstück geholt werden kann. Gegen 9:00 Uhr beginnt die Arbeit in der Backstube unter Anleitung ihrer Lehrerin, die vorher kurz besprochen wurde.
Die Backbleche werden gereinigt, neu eingefettet und in den (Backofen) Wärmeofen geschoben.
Ein Schüler löst die Hefe im Wasser auf und schüttet diese ebenso in die Teigmaschine wie das tags zuvor abgewogene Mehl. Ist der Teig fertig in der Teigmaschine geknetet, holt ihn ein Schüler heraus, ein anderer wiegt die Teigstücke ab. Andere Schüler stellen in der Zwischenzeit weitere Zutaten zurecht oder fangen schon an zu spülen.
Die abgewogenen Teigstücke sollen die Schüler dann zu Brötchen formen, was einiger Übung bedarf und so ist die Freude besonders groß, wenn sie es geschafft haben.
Auf einem Nachbartisch bekommen die Brötchen noch einen
"Körnermantel" bestehend aus Sonnenblumenkernen, Mohn oder Sesam und
werden dann auf das vorbereitete Blech gesetzt.
Einen Brotlaib zu
formen verlangt schon Geschick und
Fingerfertigkeit von den Schülern und sie geben sich viel Mühe hierbei.
Der fertig geformte Laib wird anschließend auf das
Backblech gesetzt.
Zwischendurch werden natürlich auch immer
"Kostproben" des Teiges genommen, vor allem wenn der süße Teig
verarbeitet wird.
Nun
werden die Brote bzw. Brötchen in den großen Backofen geschoben und
später wieder herausgeholt, wenn alles fertig gebacken ist. Das
verlangt von den Schülern hohe Konzentration und sie sind besonders
stolz, wenn es gut geklappt hat.
Jetzt heißt es noch "klar Schiff" machen, Tische, Geräte, Boden alles muss gesäubert werden und dann sind wir fertig mit der Arbeit bis zum nächsten Tag. Das beste Lob für die Schüler besteht darin ihnen zu sagen, dass ihre Brötchen, die sie gebacken haben, besonders gut schmecken.